-
Zufall: Zeit: >

|AP|cross macht süchtig!

Einmal im Leben muss man mit dem |MT| die |AP| überqueren, und so manche sind danach infiziert!
Und es scheint ansteckend zu sein: Sandra & Frieder, bis dato „nur” |AP| - Renn- und Reiseradler, haben mit uns die Reise auf dem grobstolligen Gefährt angetreten.
1.33333333333 1.33333333333

Angi hatte ihr letztjähriges Leih - e|MT| inzwischen käuflich erwerben können und wir haben es noch mit einen „eleganten” Gepäckträger veredeln können.
So stand der nächsten |TA| 2018 nichts mehr im Wege.
Höher, weiter, mehr.
Mein Tourenplan sah für die ersten zwei Tage ab Freitag Abend die Etappen „Schliersee - Spitzingsee - Valepp - Zillertal” vor, wegen miserablem Sauwetter mussten wir den Start leider auf den Sonntag in die dritten Etappe verschieben.

Sonntag früh geht′s los, zwei „Carbon” - Räder auf dem Dach und die Aluschweine am Heck, vier mal Vorfreude im Auto. Das Wetter beginnt aufzuhellen, je weiter wir nach Süden fahren und in Mayrhofen ist es schliesslich trocken. Wir suchen vergeblich einen Parkplatz, wo das Auto eine Woche lang stehen darf, schliesslich empfiehlt uns eine „Einheimische” ein Stück in Richtung Stausee hochzufahren. Gesagt, getan, wir finden am Strassenrand eine Bucht, packen die Räder aus und radeln in der Erwartung, heute noch mindestens eine Stunde bergauf zu strampeln los. Aber schon nach knappen 2km zeigt sich nach dem Passieren einer Galerie unsere erste Unterkunft, der Gasthof „Karlsteg”.

1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333
Das war jetzt aber zu einfach.
Wir „checken” ein, der Wirt genehmigt unserer Familienkutsche eine Bleibe für eine Woche und wir rollen gemeinsam nochmals ab, so das Frieder das Auto auf dem Gasthofparkplatz holen kann.
Eine abendliche Wanderung entlang der nördlichen „Nesselwand”, ein überaus leckeres Abendessen und ein Saunagang runden den Abend zur Perfektion ab.

Montag, die „Königsetappe”:

Wir starten mit unterschiedlichen Erwartungen bei 6°C (es soll laut Wetterbericht ja wärmer werden) am „Karlsteg”, die Sonne hat es noch nicht in das enge Tal hinein geschafft. Es geht ein paar Kilometer auf der alten Landstrasse dem „Zemmbach” entlang bis „Ginzling”. Zeit, auf eine Nebenstrasse auszuweichen.
Die Aussentemperatur steigt gleichermassen mit meiner Körpertemperatur, gleichwohl unserer Laune, die Landschaft wechselt langsam ins Hochalpine. Wir folgen dem idyllische schlängelndem „Zemmbach” in einer sanften Steigung. Irgendwann bei „Rauth” müssen wir ein Weidegatter passieren und werden von einem schnurrendem Kätzchen begrüsst.
Wir passieren das beeindruckende Kraftwerk „Rosshag” und münden an der „Kaseleralm” schliesslich wieder in die „Zillertalstrasse” ein. Ein kurzes Stück, und wir können wieder auf einen Forstweg einschlagen. Wir schwenken westlich in das „Zamserbachtal” ein, es wird merklich steiler.
Einige Höhenmeter weiter finden wir einen hübsch angelegten Rastplatz. Erstmal durchschnaufen, denn jetzt folgt einem eindrucksvollen, aber steilen Singletrail ein längeres Stück Landstrasse.
Vor uns präsentiert sich die gewaltige Staumauer des „Schlegeisspeichersee”, noch zwei Kehren, zwei Tunnels und wir erreichen dieses beliebte Ausflugsziel. Jedem Menge Autofahrer hier oben, aber für die soll ab hier Ende sein.
1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 1.33333333333 1.33333333333 1.77777777778 1.33333333333
1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333

Nach einem Cappuchino mit Blick auf den höchsten Gipfel der Gegend, den „Hochsteller” passieren wir in gebührendem Abstand den Gletscher „Schlegeiskes”, jetzt endet die Asphaltstrasse.

Kaum haben wir die letzten parkenden Autos hinter uns gelassen und noch eine mit Touristen überfüllte Gartenschenke gequert, ist nur noch das gurgeln des „Zamserbachs” zu hören. Wir rollen mit dem leisen knirschen unserer Räder sanft bergauf, die Beschaffenheit des Weges wird felsig. Noch sitzen die Mädels im Sattel, doch mir ist der weitere Verlauf der Strecke noch gut in Erinnerung. In der Ferne kann man Schnee an den Berghängen erkennen, wir rumpeln inzwischen über quadratmetergrosse Steinplatten.
Die Steigung nimmt zu, die Breite des Weges halbiert sich, dafür sind jetzt die Kurvenradien enger und immer mehr Felsen wachsen in die Bahn. Angi schiebt schon seit einiger Zeit ihren schweren Edelstromer, jetzt auch Sandra. Ich schaffe es noch einen halben Kilometer weiter, sehe gerade noch, wie Frieder unter Einsatz seiner Fahrkünste um die Ecke verschwindet, bevor auch ich ausklicke.
Umgeben von phantastischen |AP|panorama schleppen wir unsere Gäule über Felsentreppen, Angi lehnt mein Hilfeangebot ab.
Oben auf der Passhöhe zeichnen sich die Umrisse einer Alm ab, keine Frage, dass muss das „Pfitscherjoch-Haus”, unser Tagesziel sein.
Inzwischen ist tragen angesagt, Angi hat kapituliert, ich darf jetzt im Tausch ihr Schwermetall schleppen. Als wir schliesslich erschöpft die Alm erreichen, wird mir klar, dass dies erst die „Lavitzalm” ist; ein Almkätzchen und ein Cappuchino mit einer grosszügigen Pause versöhnen Angi.
0.75 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 1.33333333333 1.33333333333

Da die Alm vom Süden her versorgt wird, ist ab hier der Weg wieder relativ bequem. Wir queren eine flache Furt, bevor es wieder sausteil aufwärts geht, kleinster Gang kleine Trittfrequenz, das Vorderrad steigt bei der kleinsten Unregelmässigkeit. Lawinenreste behindern zusätzlich das Vorankommen, ich muss Angi nochmals unter die Arme greifen.
Eine Stunde später passieren wir die östereichisch-italienische Grenze, unsere Bleibe schält sich aus dem Dunst.
2276m, ein tolles Gefühl und auch ein gewisser Stolz erfüllt uns, als wir vor dem „Pfitscherjoch-Haus” für das obligatorische „Geschafft-Foto” posen.
Und dann ein Woiza, läuft runter wie Wasser, gleich noch eins und den ständig hereintröpfelden Mountain|BK|rn zugejubelt.
Wir geniessen einen sehr schönen Abend in der noch lange hoch stehenden Sonne, bevor wir zum (leckeren) Abendessen reingehen.
1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 0.75 0.75 1.33333333333 0.75 1.33333333333 1.33333333333


Dienstag, Getrennte Wege:

Strahlend blauer Himmel schmeisst uns aus den Betten, die Sonne hat es noch nicht über die Berggipfel geschafft. Ein feines Frühstück erwartet uns in der Almgaststätte, wir sind bereit für die zweite Etappe.
Jetzt heisst es erst mal Höhenmeter vernichten und High-Speed-abrollen, ich fühle mich unsicher, Frieder schiesst an mir vorbei. Schei.... was mach′ ich falsch, mein Rad eiert.
Nochmal Scheisse, ich habe einen Platten, der erste Plattfuss geht natürlich an mich, wie soll′s auch anders sein. Ich winke Sandra an mir vorbei, Frieder einzufangen, als mir zu spät einfällt, das sie ja die Luftpumpe hat. Angi schiesst um die Ecke, ich jage sie den Beiden anderen hinterher.
So, jetzt schiebe ich mutterselen alleine mein Pony bergab, mal sehen wie lange es dauert, bis die beiden Frieder eingeholt haben.
1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778


Im Pfitschertal verabschieden wir uns von den Mädels: Die beiden rollen über Sterzing nach Brixen ab, wir haben uns für die beschwerliche Passage über das „Pfundererjoch” entschieden.

Die „Extrawurst” oder PI will′s nochmal wissen.:

Ab Fussendrass geht es konstant bergauf. Wieso müssen diese Wege eigentlich immer so dermassen steil sein? Frieder ist 100m vor mir, ich brauche eine Pause. Das Problem ist nur, wie fährt man dann wieder los?
Frieder wartet an einem Gatter und hält es mir auf. Wir verschnaufen kurz, als zwei ältere Herren auf ihren fetzigen e|BK|s auch das von uns offengehaltene Tor passieren. Einer der beiden kämpft mit dem gleichen Problem, ohne unsere Anschiebehilfe wäre er nicht mehr losgekommen. Wir erreichen die Baumgrenze, die beiden Stromer weit vor uns, treffen wir weitere |MT|-ler beim pausieren in der intensiven Bergsonne. Der Weg gleicht einem Gebirgsbachbett, wir müssen schieben. Es scheint, dass es weiter oben wieder besser wird. An einer Furt des „Fussendrassbach” geben die beiden auf, es verlangt auch von uns einiges an Willenskraft, weiter an Höhe zu gewinnen. Die 2000m sind überschritten, jetzt ist der Pass gut zu erkennen. Die Pausen werden häufiger, wir halten Schwätzchen mit anderen |MT|ikern.
An einem winzigen Bächlein tanken wir ein letztes mal unsere Trinkflaschen auf, dann, etwa eine Stunde später erreichen wir die Passhöhe: 2568m, was für ein überwältigendes Gefühl!
1.33333333333 0.75 1.33333333333 0.75 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 1.33333333333
Ein fürchterlicher Wind pfeift durch unser dünnes Häs , schnell weg hier, den Singletrail über eine Sanddüne in einem gekonnten Salto runter, hahaha.
Das Mütchen wieder etwas abgekühlt, geht′s in mehr oder weniger fahrbaren Geröllfurchen zum Essen fassen in die „Weitenbergalm”, es gibt lecker Limonade und Bergmozarella mit Tomaten.
Jetzt 50km Abrollen, das hebt den Schnitt. Noch ein kleines Navigationsabenteuer an der Festung „Franzenfeste” vorbei, und keine 20km später treffen wir in Brixen die Mädelz.
Wir sind „maus-hee” und kaum noch in der Lage, das Abendessen im Jugendzentrum zu geniessen.
1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 0.75 0.75 1.33333333333 1.48148148148 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333


Mittwoch, über die Sarntaler |AP|:

Die Sonne steht schon hoch, als wir im Zentrum starten. Kaum haben wir den westlichen Stadtrand erreicht, sind wir wieder gefordert. Wir kurbeln die ersten 300hm bis zum ersten Cappuchino in Feldthurns. In einer angenehmen Steigung geht es weiter bis Latzfons, wo wir uns eine Knödelsuppe und dem Akku eine Portion Amperestunden gönnen. Die Mittagspause beendet, dürfen wir noch mal kurz Schwung holen, eine letzte enge Spitzkehre und dann geht es steil und beständig bergauf. Glücklicherweise ist die Strasse asphaltiert, auf Schotter hätten wir wahrscheinlich schieben müssen. Die Anstrengung wird durch ein atemberaubendes Dolomitenpanorama belohnt.
Die meiste Zeit stampfe ich alleine vor mich hin, doch hin und wieder treffe ich auf die Anderen bei einer Verschnaufpause. Am frühen Nachmittag erreichen wir schliesslich auf 2000m Höhe die Almkäserei „Jochalm”, da gibts lecker Cappu und einen kleinen Snack.
1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 1.33333333333 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.33333333333 1.33333333333


Auf der Hochebene „Stange” queren wir in 2160m den |AP|kamm, der Rundumblick ist gewaltig, die Kühe und Pferde auf den Weiden wirken auf uns höchst zufrieden. Nach einem kurzen Fotostop dürfen wir gemütlich nach Sarnthein abrollen. So haben wir es uns jedenfalls vorgestellt.
1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333
Die Abfahrt gestaltet sich für Frieder und mich anstrengend, aber eben noch fahrbar, die Mädels müssen (wieder mal) ihre Gäule schieben. Ab dem „Gertrumbach” soll's dann entspannt werden.
„Durchfahren oder nasse Füsse”, verärgert stelle ich fest, dass meine Sonnenbrille fehlt. Seit wann? Während meine drei Gefährten noch über die Wahl der weiteren Strecke diskutieren, renne ich bergauf zurück zu der Stelle, wo ich sie abgenommen habe um den Akku vom Navi zu wechseln.
Eine erfolglose Suche später am Treffpunkt zurück (Frieder hat die Brille inzwischen am Bachbett gefunden) arbeiten wir uns am Bach entlang nach unten. Zum wiederholten mal finden wir uns auf Tragestrecken wieder, die scheinbar läppische Etappe zeigt sich als Herausforderung. Gegen Abend passieren wir die originelle „Reinswalder Mühle”, bevor unser Quartier, der „Gasthof Stern” bezogen werden kann.
1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 0.75 1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333


Donnerstag, auf der Zielgeraden.

Für heute ist um die Mittagszeit (einiges an) Regen angekündigt, wir sputen uns. Es geht ab Sarnthein mit angemessener Steigung aufwärts, es tröpfelt. Ich halte meine anfängliche Verweigerung der Regenkleidung nicht lange stand, jetzt pisst′s wia′d Sau! Zu viert warten wir den schlimmsten Regen unter einem Schleppdach ab, doch bevor die „Sarner Schihütte” auftaucht, hat uns das Sauwetter durchgeweicht.
Die Klamotten am glücklicherweise bollerndem Ofen gewärmt, schlürfen wir Kaffee und Suppe. Elisabeth, die Wirtin vom „Schlaneiderhof” nennt uns ein genaues Zeitfenster, wie wir trocken rüberkommen könnten. Noch 300hm und knappe 20km, das könnte zu schaffen sein.
Jubelnd feiern wir das „Auener Jöchl”, unseren letzten Pass im Sonnenschein. Der blaue Himmel über uns ist umgeben von schwarzen Wolken. Elisabeths Plan könnte klappen.
1.77777777778 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 0.75 0.75 1.33333333333 1.77777777778 1.33333333333 1.33333333333
0.75 0.75 0.75 1.33333333333 1.33333333333 1.33333333333 1.77777777778

Eine knappe Stunde durch den reizvollen „Kompatsch” abrollen um mit einem wohlverdienten, kühlen Woizabier empfangen zu werden. Was für krönender Abschluss!


Unser „Ruhetag” am Freitag sollte seinem Namen alle Ehre machen, es regnet ohne Unterbrechung, wir brechen die kleine Wanderung zum „Gschnoferstall” mit patschnassen Kleidern vorzeitig ab.

Samstag pickt uns der Minibus vom „|BK|shuttle Zion” pünktlich am „Schlaneiderhof” auf und bringt uns zum Auto am „Karlsteg” zurück.
Wir verwerfen wegen mistigem Wetter den ursprünglichen Plan-B, jetzt noch die Etappe „Schliersee - Karlsteg” anzuhängen und fahren heim.

1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778 1.77777777778

Einmal |AP|cross, immer |AP|cross!

Wo wir 2019 kreuzen werden? Werden wir überhaupt kreuzen? Ich habe da schon so eine Idee.....